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HISTORISCHE OBSTSORTEN

HISTORISCHE OBSTSORTEN

Einige von Ihnen können sich vielleicht noch an große Streuobstwiesen erinnern. Wie lecker diese Früchte doch waren. Sucht man heute den Geschmack seiner Kindheit, suchen viele vergebens. Die Streuobstwiesen und mit ihnen die alten Obstsorten sind verschwunden.


Geschichte der Obstwiesen

Streuobstwiesen waren früher ein typisches Landschaftselement. Gelegentlich findet man sie heute noch. Hochstämmige und starkwüchsige Obstbäume prägten das Landschaftsbild viele Jahrzehnte. Die Fläche unter den Bäumen sollte weiterer Bewirtschaftung – wie Weideflächen - zur Verfügung stehen. Ab circa 1935 stellte man fest, dass der Hochstammanbau ökonomisch unwirtschaftlich ist. Da die Obstbäume über die Äcker und Wiesen verteilt waren, war ein Maschineneinsatz so gut wie unmöglich. Auch der Pflege- und Ernteaufwand erwies sich als sehr hoch. Die historischen Obstbaumbestände mussten der maschinellen Bewirtschaftung weichen. Stattdessen ging man zum Niederstamm-Plantagenobstbau über. Durch die modernen Niederstammanlagen verschwanden alte regionale Sorten. Die Vielfalt der Obstsorten reduzierte sich massiv und damit auch das Wissen.


Wiederkehr der alten Obstsorten

Ab circa 1980 stieg das Interesse für die historischen Obstsorten wieder an. Neben der ökologischen Bedeutung, spielt auch der landschaftsprägende Wert dieser stattlichen Bäume und die Genussbereicherung der einstigen Vielfalt eine Rolle. Die langsame Erkenntnis, dass es Äpfel gibt, die besonders gut für Mus und Most und andere zum Beispiel eher zum Kuchenbacken oder zum Rohverzehr geeignet sind, bringt immer mehr das Verlangen nach der ehemaligen Vielfalt hervor. Einige alte Apfelsorten waren auch besonders gut verträglich für Allergiker oder Diabetiker, was wiederum für Sortenvielfalt spricht.


Historische Obstsorten im Pohl Gartenmarkt

Auch wir legen Wert auf den Erhalt alter Obstsorten. Momentan bieten wir unseren Kunden circa 17 verschiedene historische Obstsorten. Das Sortiment reicht von der Zwetschge über die Birne bis hin zum Apfel. Drei dieser historischen Sorten stellen wir Ihnen nachfolgend vor:


Pflaume Königin Viktoria

Diese besondere Frucht ist sehr saftreich, fest und süß im Geschmack. Auch der Stein lässt sich gut lösen. Sie wird als Haushalts- und Marktfrucht verwendet. Mitte August bis Mitte September kann man den reichtragenden Baum ernten und die Früchte im Anschluss sofort genießen. Die Pflaume Königin Viktoria stammt – wie der Name schon andeutet – aus England im Jahre 1840.


Blutbirne

Die Blutbirne gehört zu den sehr alten Birnensorten, die schon vor 1700 erwähnt wurden. Vermutlich stammt diese Birne aus Serbien. Die Birne weist sich durch starke Robustheit gegenüber Krankheiten aus und durch ihre zuverlässigen und frühen Erträge. Die leicht aufgeraute Schale der mittelgroßen Frucht ist anfangs bronze-rot und wechselt zu kräftig-rot bei der ausgereiften Frucht. Das rot durchzogene Fruchtfleisch ist mittelfest-schmelzend und ausreichend saftig. Geschmacklich ist die Blutbirne süß begleitet von einem angenehmen Birnenaroma. Sie ist vielfältig einsetzbar, von der normalen Tafelbirne bis hin zu verschiedenen Birnengerichten (Kompott, Gelee, Saft) ist alles möglich. Ab Anfang September sind die Birnen reif und circa 4 Wochen haltbar.


Sonnenwirtsapfel

Der Sonnenwirtsapfel ist ein großer, mittelbauchiger und leicht kantiger Apfel aus Backnang (Württemberg). Er war ein Zufallssämling und wurde auf dem Grundstück des Sonnenwirts gefunden. Seine Farbe ist flächig mattrot bis marmoriert. Der Sonnenwirtsapfel zählt zu der Produktgruppe der Wirtschaftsäpfel (besonders saftig, sehr pflegeleicht und wenig krankheitsanfällig) und eignet sich sehr gut für häusliche Verarbeitung. Der Geschmack ist feinsäuerlich. Ernten kann man den Sonnenwirtsapfel Ende September bis Anfang Oktober. Anschließend kann man ihn bis Dezember lagern. Der Baum dieses Apfels wird bei mittelstarken bis starken, gesunden Wuchs sehr groß mit einer kugeligen Krone und wenig verzweigtem Fruchtholz.


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